Erste Hilfe

Um bei kleineren Störungen oder merkwürdigen Geräuschen des Computers eine kleine Hilfestellung zu geben, haben wir für Sie einige Symptome aufgelistet, für die Sie bei einem Mausklick darauf, die mögliche Ursache und Lösung angezeigt bekommen. Natürlich können Sie sich bei Fragen auch gleich an uns wenden und bekommen sofort kompetente Hilfe:

In einem solchen Fall reicht es meistens schon, wenn der PC “aufgeräumt” wird. Das Aufräumen setzt sich zusammen aus zwei Schritten: Entfernung von Datenmüll und eine Defragmentierung der Festplatte. Bitte installieren Sie dafür das entsprechendes Tool (siehe Downloads) und führen es aus. Danach sollte die Arbeitsgeschwindigkeit des PCs wieder höher sein.
Häufigste Ursache ist ein herausgezogenes Kabel oder die Grafikkarte selbst. Weniger schlimm: Da die recht kurzen Monitorkabel häufig mit dem VGA-Port bzw. DVI-Port der Grafikkarte verschraubt sind, kann ein unachtsames verrücken des Bildschirms dazu führen, dass ein schlecht befestigtes Kabel aus der Verankerung herausrutscht. Bitte zuerst alle Kabelanschlüsse am Monitor und am PC kontrollieren. Sollte das Kabel richtig sitzen, kann auch die Grafikkarte ganz oder teilweise aus ihrem Slot verrutscht sein. In den meisten Fällen verläuft das aber glimpflich und die Karte kann nach dem Ausschalten des PCs mit sanftem Druck wieder in den vorgesehenen Steckplatz befördert werden. Achten Sie darauf, die Karte diesmal besser im Gehäuse zu befestigen. Seltener, aber umso ärgerlicher: Die Karte ist defekt. Hier hilft nur ein Austausch gegen ein funktionstüchtiges Modell.
Wahrscheinlich kennt fast jeder, der Windows schon längere Zeit benutzt, diese hässlichste aller Arbeitspausen: Der PC stoppt unvermittelt und zeigt einen blauen Bildschirmhintergrund mit in weiß gehaltenen, wenig verständlichen Fehlermeldungen. Ein Bluescreen wird in den allermeisten Fällen entweder von defekter Hardware oder von nicht korrekt arbeitenden Gerätetreibern verursacht. Wenn man diese Fehlermeldung unmittelbar mit beispielsweise neu angeschlossener Hardware oder aktualisierten Treibern in Verbindung bringen kann, könnte ein Austausch der Hardware bzw. der Treiber helfen. Wenn die Störung ab einem bestimmten Tag aufgetreten ist, sollte man mit einer Systemwiederherstellung (Unter Start – Zubehör – Systemprogramme – Systemwiederherstellung) versuchen, den Systemzustand von einem Tag vor dem Auftreten wiederherzustellen. Klappt dies nicht, wird es komplizierter. Um die kryptische Anzeige des Bluescreens zu entschlüsseln, gibt es das Microsoft Debugging Tool. Das allein hilft jedoch in den seltensten Fällen weiter. In diesem Fall wenden Sie ich bitte an uns
Sie betätigen den Netzschalter und nichts passiert. Zunächst die Kleinigkeiten: Ist der Netzstecker eingesteckt? Die Steckerleiste eingeschaltet? Viele PC-Netzteile haben auf der Rückseite einen echten Netzschalter, der vielleicht versehentlich betätigt worden ist? Kann dies alles als Fehlerquelle ausgeschlossen werden, ist wahrscheinlich das Netzteil defekt. Der Austausch ist relativ einfach: Alle Stecker abziehen und die vier Befestigungs-Schrauben lösen. Achten Sie beim Kauf eines neuen Netzteils darauf, dass seine Leistung ausreichend dimensioniert ist. Für ein normales Multimedia-System sollte ein 400 Watt Netzteil völlig ausreichen. Vorsicht: Öffnen Sie niemals das Netzteil selbst. Auch bei abgezogenem Stecker droht die Gefahr gefährlicher Stromschläge.

In diesem Fall versucht wahrscheinlich das BIOS Ihnen etwas mitzuteilen. Das BIOS (Basic Input Output System) steuert die Grundfunktionen des Computers, bevor das Betriebssystem gestartet ist und die Kontrolle übernehmen kann. Stimmt etwas beim Systemstart nicht, warnt das BIOS mit Hilfe von Piep-Signalen. Hier gilt es mitzuzählen. Denn über die Anzahl der Töne lässt sich die Fehlfunktion entschlüsseln. Was das Piepen genau bedeutet, ist abhängig vom Hersteller und von der jeweiligen Version. Einen Überblick über die Funktionen und die Fehler-Codes der verschiedenen BIOS-Versionen finden Sie hier: Das BIOS Kompendium

 

Besonders Mainboards sind von einem großen Dilemma betroffen: Wenn etwas nicht funktioniert, kann ein Mainboard nicht normal arbeiten – um aber dem Nutzer mitzuteilen, was das Problem ist, ist es auf seine Ausgabekanäle angewiesen. Wenn also der PC nicht booten kann, weil der Arbeitsspeicherriegel nicht richtig in seinem Sockel sitzt, bleibt der Monitor schwarz – mit der Grafikausgabe ist eigentlich aber alles in Ordnung.

Aus diesem Grund sind viele Mainboardhersteller dazu übergegangen, ihre Mainboards mit Diagnose-LEDs auszustatten, die über bestimmte Codes dem Nutzer Fehlermeldungen vermitteln können. Leider hat hier jeder Hersteller eine eigene Lösung. Sie müssen sich also mit der Betriebsanleitung Ihres Mainboards auseinander setzten um erstens festzustellen, ob Ihr Board über solche Lämpchen verfügt und zweitens eine Liste mit den Fehlercodes zu erhalten. Sollten Sie kein Handbuch besitzen, ist das kein Problem: Die Mainboardhersteller bieten fast durchgehend die Dokumentation ihrer Produkte auch zum Download an. Welches Mainboard in Ihrem Rechner verbaut ist, finden Sie mit Hilfe dieses kleinen Tools heraus: Everest Home (siehe Downloads)

Wenn etwas in Ihrem PC plötzlich anders klingt, sollten Sie dem immer nachgehen, da das ein Anzeichen eines (drohenden) Fehlers sein könnte. Erfahrene Nutzer können häufig bereits an der Art des Geräuschs das Problem identifizieren. Generell gibt es zwei Gruppen von unerwünschten Geräuschquellen im PC: Laufwerke und Lüfter. Hier eine kleine Übersicht der mögliche Ursachen:

 

Untypisch lautes Brummen beim Abspielen bestimmter CDs oder DVDs ist zwar nervig, aber kein Grund zur Panik. Mitunter haben die Datenträger eine leichte Unwucht, was zu störenden Vibrationen führt. Abhilfe schafft in der Regel eine Kopie auf einen frischen Rohling.

 

Kennen Sie dieses Geräusch? Plötzlich wird das gleichmäßige Brummen beim DVD-Abspielen unterbrochen und das Laufwerk scheint plötzlich leiser zu werden, dann wieder „anzufahren“, um gleich darauf wieder abzubremsen. Keine Bange, in den meisten Fällen ist hier nicht das Laufwerk schuld, sondern das Medium: An verschmutzten oder zerkratzten Stellen kann die DVD nicht mit dem üblichen Tempo gelesen werden. Das Laufwerk bremst tatsächlich ab: Durch eine gesenkte Umdrehungsgeschwindigkeit kann der Laser kritische Stellen besser abtasten. Ist diese Passage vom Laufwerk verarbeitet, versucht es wieder das ursprüngliche Tempo aufzunehmen. Bei stärkerer Verschmutzung, können die darauffolgenden Abschnitte häufig jedoch ebenfalls nicht problemlos gelesen werden, sodass wieder abgebremst werden muss. Sollten Sie diese Geräusche hören, nehmen Sie die CD oder DVD aus dem Laufwerk und reinigen Sie diese – häufig kann sie anschließend wieder problemlos gelesen werden.

 

Anders als bei CD/DVD-Laufwerken sind seltsame Geräusche der Festplatte meist eine Warnung vor drohendem Ausfall. Hier sollten Sie jede auffällige Änderung als Warnsignal verstehen. Bevor Sie nun versuchen, die genaue Ursache des Fehlers festzustellen, sollten Sie zuerst alle wichtigen Daten sichern. Ob ein Fehler vorliegt, überprüfen Sie danach am besten mit dem passenden Diagnose-Tool. Siehe auch zu den Downloads. Eine Datensicherung sollte allerdings möglichst schon vor dem Eintritt des Ernstfalls betrieben werden.

 

Die auffälligste Geräuschquelle am PC sind häufig die Lüfter. Die Gesamtlautstärke variiert abhängig vom zu kühlenden System: Bei einem High-End-Boliden, der aufwendige Spiele-Grafiken berechnen muss, ist deutlich mehr Abwärme wegzublasen, als bei einem Office-PC, der die meiste Zeit seines Daseins auf Tastatureingaben des Nutzers wartet. Aber auch hier sollte genau hingehört werden, denn nur wenn sich alle Lüfter richtig drehen wie sie sollen, geht es Ihrem Rechner auch langfristig gut.

Generell gilt: Ein bisschen Ordnung schadet nie, auch im PC-Gehäuse nicht. Werden die Lüfter mit der Zeit immer lauter, kann es auch schlicht am verdreckten Gehäuse liegen: Die Lüfter des PCs saugen bei Betrieb laufend Umgebungsluft an, was dazu führt, dass sich Schwebeteilchen wie Staub und Pollen nach einiger Zeit in den Rippen der Kühlkörper festsetzen. Diese „Staubmäuse“ verhindern, dass die Luft durch den Kühlkörper strömt. Das hat zur Folge, dass der Lüfter sich bei voller Drehzahl vergeblich abmüht. Sollten Sie beim Öffnen Ihres PCs einen stark verstaubtes Inneres vorfinden, führt kein Weg an einer Reinigung vorbei.

 Hohe oder tiefe Lüftergeräusche?

Sollten Sie jetzt Besonderheiten im Lüfterkonzert Ihres PCs feststellen, gilt es zunächst einmal, den Schuldigen auszumachen. Als Faustregel gilt: Kleine Lüfter drehen schneller als die großen und haben daher einen höheren Ton. Letztere produzieren ein eher niederfrequentes Rauschen.

Wenn Sie den Rechner mit offenem Gehäuse starten, können Sie meist recht leicht den Ursprung des Störgeräuschs orten und außerdem einmal überprüfen, ob sich auch wirklich alle Lüfter drehen, wie sie sollen.

Hochfrequentes Lärmen:

Kleine Lüfter sitzen meist auf Grafikkarten und häufig auch direkt auf dem Mainboard um dort den Chipsatz zu kühlen. Fällt der PC plötzlich durch seltsames Singen oder Sägen auf, ist der Schuldige meist einer dieser beiden Kandidaten. Ursache ist oft ein beschädigtes Kugellager. In diesem Fall hilft über kurz oder lang nur der Austausch. Lüfter auf Mainboard-Chipsätzen sind dabei vergleichsweise unproblematisch, ein passender Ersatz ist schnell gefunden. Die GPUs auf aktuellen Grafikkarten bedürfen jedoch einer ausgeklügelten Kühlung. Hier sollte gleich zu einem Set, bestehend aus Lüfter und passendem Kühlkörper, gegriffen werden – meist ist die Karte danach auch leiser als vorher.

Generell gilt aber: Ein Austausch sollte – insbesondere bei Grafikkarten – nur von erfahrenen Nutzern vorgenommen werden, zumal durch den Eingriff die Gewährleistung erlischt.

Tiefes Brummen oder Schnarren:

Auch die großen Lüfter machen ab und zu Probleme. Klingt Ihr PC deutlich schnarriger und brummender als üblich, sollten Sie die größeren Lüfter Ihres PCs einmal unter die Lupe nehmen. Zu den großen Lüftern gehören in der Regel der des Netzteils, der CPU und des Gehäuses.

Ein streikender Gehäuselüfter ist am einfachsten zu beheben. Günstigen Ersatz gibt es bei jedem gut sortierten Elektronikhändler, Montagefehler sind in der Regel ungefährlich. Überprüfen Sie, ob an Stelle des defekten Lüfters möglicherweise auch ein größeres Exemplar montiert werden kann. Ein Lüfter mit 12 cm Diagonale liefert häufig bei deutlich geringerer Lautstärke die gleiche Kühlleistung wie ein 8-cm-Lüfter.

CPU-Lüfter:

Wenn der CPU-Lüfter Ärger macht, sollte man sich möglichst bald um Ersatz kümmern, da der Prozessor ein echter Hitzkopf ist und schlechte Kühlung zu Leistungseinbußen oder sogar zum Defekt führen kann. Hier darf aber nicht irgendein Lüfter gekauft werden, da manch einer für einen Quad-Core Prozessor schlicht zu wenig Leistung hat. Die Hersteller der Lüfter informieren in der Regel aber darüber, für welche CPUs ihre Lüfter/Kühler vorgesehen sind.

Netzteil:

Kommen die seltsamen Laute aus dem Netzteil ist Vorsicht geboten. Von einem Blick in das Netzteil-Gehäuse muss aus Sicherheitsgründen entschieden abgeraten werden. Außerdem sollte man die Gefahr, die von einen schwächelnden Lüfter im Netzteil ausgeht, nicht unterschätzen. So kann es bei einem Defekt durchaus auch passieren, dass er die übrigen verbundenen Bauteile mit in den Tod reißt. Deshalb gilt: Bei lauten Geräuschen des Netzteils immer sofort austauschen.

 

Wenn das Notebook die Nerven mit dauerhaftem Lüfterrauschen auf die Probe stellt, liegt es manchmal an verdeckten Luftschlitzen. Denn nur wenn durch diese ungehindert kalte Luft hinein, bzw. heiße Luft hinaus strömen kann, kühlen die lärmenden Lüfter auch tatsächlich. Auch wenn es bequem ist, ein Kissen gehört nicht unter das Notebook: Fast immer sitzen hier Lüftungsöffnungen, die so unweigerlich blockiert würden. Häufig hilft schon ein zwischen Kissen und Laptop platziertes Buch den Luftfluss und damit die Ruhe wieder herzustellen.

Sollte es verschmort aus Ihrem PC riechen, kann das Schlimmes bedeuten, muss es zum Glück aber nicht. Eine harmlose Erklärung für den Geruch kann sein, dass Staubpartikel in Ihrem PC verschmoren. Das kann schon einmal vorkommen: Gerade die Kühlkörper passiv gekühlter Grafikkarten können bei starker Belastung ziemlich heiß werden. Wenn Sie so etwas in Ihrem PC feststellen, ist die Kühlung Ihres PC-Gehäuses unzureichend und Sie sollten dringend einen Gehäuselüfter installieren.

Eine Rauchfahne ist zu sehen:

Jetzt gilt es schnell zu handeln: Schalten Sie den PC sofort per Netzschalter am Netzteil ab, besser noch Sie ziehen den Netzstecker. Sicher – die aktuell bearbeiteten Daten sind verlorren: Allerdings haben Sie möglicherweise einen Totalausfall verhindert. Danach muss festgestellt werden, was in Ihrem PC gerade angefangen hat zu kokeln. Dazu schaut man am besten in das geöffnete Gehäuse und versucht die Geruchsquelle als erstes mit der Nase zu finden.

Übliche Verdächtige sind zunächst einmal das Netzteil und dessen Steckverbindungen: Hier überprüft man zunächst, ob alles richtig sitzt und es keine geschmolzenen Stecker oder Kabel gibt. Außerdem sollten wieder alle Kühlhilfen überprüft werden – auch ein verklemmter Lüfter kann die Ursache sein. Sicherheitshalber sollten Sie den PC erst wieder in Betrieb nehmen, wenn Sie das verantwortliche Bauteil gefunden und ausgetauscht haben.